Landesverband der Film-Autoren Baden-Württemberg e.V.

89. Landesfilmfestival 2024

Filmschau 2022 in Radolfzell

Nostalgie Kino Universum in Radolfzell

Ein vielfältiges Programm hatte der Landesverband der Film-Autoren Baden-Württemberg zusammengestellt! 23 Filme aus den unterschiedlichsten Bereichen liefen am ersten Oktober-Wochenende über die große Kino-Leinwand des Nostalgie-Kinos „UNIVERSUM“ in Radolfzell.

Film-Autoren aus dem ganzen Ländle

Filmautoren aus ganz Baden-Württemberg präsentierten ihr Schaffen, ihre Ideen und die Themenvielfalt. Dokumentarisches aus der Region wurde gezeigt, wie z.B. eine Darstellung der mittelalterlichen Stadt Riedlingen – in Historie, Tradition und Gegenwart von Günter Vlieckx („Riedlingen – die Schöne an der Donau“). Der Naturfilm „Naturschätze im Schwäbisch-Fränkischen Wald“ von Frank Lauter vom Filmclub Hohenlohe beeindruckt mit seinen Nahaufnahmen der dort vorkommende Flora und Fauna im Kreislauf des Kalenderjahres.

Im Film „Madeira – Wasser für alle“ wird erzählt, wie auf Madeira das Wasser optimal genutzt und verteilt wird. Hansueli Holzer vom Filmclub Singen-Radolfzell nimmt den Zuschauer mit nach Sri Lanka unter die Erde, wo die Einheimischen im Schlamm nach Edelsteinen buddeln. Mit seinem Beitrag „Wo die Edelsteine schlafen“ lässt er uns schließlich teilhaben an der Bearbeitung des Rohlings bis zum fertigen Edelstein. Filmemacher, die sich mit einem Dokumentarfilm beschäftigen, brauchen viel Zeit, viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das zeigte sich hier wieder ganz exemplarisch.

Jürgen Bergmann von der Filmgruppe Ortenau gelingt es, die Zuschauer von einem Musikclip mit dem schottischen Songwriter Gary Shaw zu unterhalten. Er lässt den Sänger durch die bezaubernde Landschaft mit fremdartigen Vogelwesen gleiten und der Protagonist verliert sich immer mehr in seiner eigenen Welt („Walking on Air“).

Von Guido Moriell stammt der deutsch-schweizerische Krimi über das Brevier des Abtes David von Winkelsheim. Vom verstorbenen Filmemacher Egon Ludwig vom Filmclub Friedrichshafen wurde sein Werk „Jan Balet und Video“ vorgeführt.

Filme sollen unterhalten, informieren

Alle Werke bieten Anregungen und Ideen zum mitnehmen, sie beschreiben Brauchtum, sie dokumentieren und zeigen Zeitgeist. Aus der Filmschau können die Teilnehmer Reserven an Ideen mitnehmen, reichhaltige Inspirationen, Erinnerungen und sie können natürlich ihr Netzwerk zu anderen Filmschaffenden auffrischen und erweitern.

Warum ist Filmemachen so ein schönes Hobby? „Weil man damit sich selbst und vor allem auch anderen eine Freude bereitet.“ erklärt Walter Reichhart am Schluss der Filmschau – eine schöne Herausforderung.

Filme brauchen die große Leinwand, dafür werden sie gemacht. Sie sollen das Publikum unterhalten, informieren und nicht nur auf einer externen Festplatte ruhen – das wäre zu schade. Und wenn die Filmschau dann noch in dem schönen Ambiente eines nostalgischen Kinos stattfinden kann, dann ist das der perfekte Rahmen für die Werke.

Waltraut Kruse

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