84. Landesfilmfestival – Waiblingen – Bericht + Bilder

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Der letzte Film machte das `Rennen´
-Bericht vom 84. Landesfilmfestival-

Der Film- und Videoclub Waiblingen e.V. richtete am 16. und 17. März 2019 dieses Landesverbands-Event im Jakob-Andreä-Haus aus. Dazu hat sich Clubleiter Leo Hippold Mitarbeiter aus umliegenden Filmclubs eingeladen, um diesen Filmwettbewerb `stemmen´ zu können. Die Waiblinger Filmfreude wurden nicht enttäuscht. Von Schorndorf und Esslingen kamen helfende Hände.

Der Landesverband stellte die Technik mit Personal und die Jury. Der Beirat für Technik im Landesverband, Gerhard Böhler, hat für seine Projektion eine Festplatte mit dem gesamten Wettbewerbsprogramm mitgebracht. Dieses Verfahren ermöglicht eine sichere Präsentation in bester, dem Landesverband zur Verfügung stehender Qualität. Für die gute Tonwiedergabe sorgte der 2. Landesvorsitzende Lutz Schulmeyer.

Lutz Schulze hat in seiner Funktion als Beirat für Juryfragen im Landesverband fünf Jurymitglieder eingeladen. Er übernahm die Juryleitung. Die Jurymitglieder waren Eva Schulmeyer, Ludwigsburg, Angela Melchert, Brackenheim, Dr. Volker Bürkle, Dürnau, Prof. Dr. Fritz Dannenmann, Reutlingen und Klaus Menzer, Winnenden.
Der Archivar des Landesverbandes Werner Rothenöder übernahm wieder die Ermittlung des Publikumspreises.

Eine stattliche Anzahl von Produktionen hatten die Hürde zu diesem Wettbewerb geschafft. 41 Wettbewerbsbeiträge waren im Programmheft aufgelistet.

Leo Hippold begrüßte am Samstagmorgen die Gäste, Filmautoren, Vorstandsmitglieder des Landesverbandes und die Jury sehr herzlich. Danach startete der 1. Vorsitzender Walter Reichhart mit seiner Begrüßung das Festival. Der 4 Minuten lange Streifen „COOP“ von René Laux leitete den Wettbewerb um Preise und Weitermeldungen ein.

Bilder: Frau Cathérine Swirsky

Dank engagierter Mitarbeiter ist es unserem Landesverband möglich, zwei Landesfilmfestivals zu veranstalten. Ein bestimmter Wettbewerbsablauf hat sich bewährt, und auch dieses Festival hat sich diesen Ablauf gesetzt. Nach jedem Projektions-Block überreichte der `Landesvize´ Lutz Schulmeyer den anwesenden Autoren der gezeigten Filme die Teilnehmermedaille. Dieses Mal gab es noch ein Präsent vom Ausrichter dazu. Am Ende jedes zweiten Projektions-Blockes war die Jurydiskussion dran. Alle Jurymitglieder redeten sich mit `du´ an, weil sich alle seit vielen Jahren kennen.

Die Jury diskutierte sehr umsichtig und mit Respekt den Autoren und ihren Werken gegenüber. Das spricht für die hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Der Juryleiter verstand es ausgezeichnet, die Jurymitglieder zu leiten und mit Fragen herauszufordern. Es waren für Filmemacher und Zuhörer sehr interessante Diskussionen.

Nach 23 Beiträgen und den Jurydiskussionen ging der Wettbewerb in die `Halbzeit´. Das Abendessen mit musikalischen Einlagen und der Unterhaltung untereinander beendeten den Wettbewerbstag.

Der Landesverband nützt die Filmfestivals auch, um Clubs und Mitglieder im Namen des BDFA zu ehren. Walter Reichhart übergab dem Filmclub Schorndorf e.V. eine Urkunde für   40 Jahre BDFA-Mitgliedschaft. Otto Fett und Hans-Joachim Mühlbach nahmen die Urkunde entgegen. Das Einzelmitglied im Landesverband Joachim Kunz wurde für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Alle Mitarbeiter waren am Sonntagmorgen wieder auf ihren Plätzen, als der Wettbewerb weiterging. 18 Beiträge warteten auf die Vorführung und Besprechung.

Als letzter Film ging „DASS DU ES BIST“ von Hans-Jürgen Ramoth ins `Rennen´.  Die Jury vergab für diesen Film einen ersten Preis. Weiter wurde er zum besten Film des Wettbewerbs gekürt.

Bilder: Frau Ehrentraut Albrecht

Mit der Urkundenübergabe an die Autoren gab Lutz Schulze das Ergebnis des Wettbewerbes bekannt:

Die Jury vergab 18 mal 3. Preise, 16 mal 2. Preise und 7 Beiträge erhielten den 1. Preis.

Bester Film des Wettbewerbs ist der Film „DASS DU ES BIST“ von Hans-Jürgen Ramoth. Prodagonist ist eine junge Frau. Sie erkennt sich selber und möchte gerne anders sein. Das schafft sie nicht. Das erzeugt Ängste und Stress. Der Film zeigt in sehr guter Machart wie sie die alles ablegt und sich so annehmen kann, wie sie wirklich ist.

Bester Film aus Sicht des Publikums ist der Film „Die Jaguarmenschen in Brasilien“ von Doris und Cord von Restorff aus Karlsruhe.
Inhalt ist die Großfamilie eines Naturvolkes in Brasilien. Die Männer bohren sich Zweige in die Haut ein und bemalen ihre Gesichter ähnlich dem gefürchteten Raubtier, dem Jaguar. Einige Tage aus dem Leben dieser einfachen Naturmenschen zeigt der Film in beeindruckender Weise.

Der Wanderpreis `Silberne Schere´  wurde für den Film „..Fast wie anno dazumal“ an Werner Henne aus Reutlingen vergeben.
Den Nachbau eines Blas-Musikinstrumentes aus der jüngeren Bronzezeit zeigt der Film. Instrumentenbauer aus Reutlingen versuchen das heutigen Materialien und hoffen, das Instrument tönt wie damals.

Den Wanderpreis `Käthchen von Heilbronn´ erhielt der Film „Danke für Alles“, von Wolfgang Wergowski aus Backnang.
Zum 91. Geburtstag seiner Mutter hat der Autor diesen Film gemacht. In liebevoller Weise wird die Vergangenheit nachgestellt und gezeigt, wie sie die Tage um ihren Geburtstag erlebt.

Den Wanderpreis `Bester Naturfilm´ erhielt der Film „Kaziranga“, von Günter Walz aus Karlsruhe-Palmbach.
Der Film gibt einen Touristeneinblick in den Kaziranga-Nationalpark in Indien. Eindrucksvolle Landschaften und Einblicke in die reichhaltige Tierwelt zeigt der Autor.

Der Wanderpreis `lehrreichsten Film´ ging an „Das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck und Uhrenindustrie“. Der Preis konnte nicht vergeben werden, weil niemand vom Autorenteam bei der Preisvergabe anwesend war. Der Landesverband behält diesen Preis bis zum nächsten Wettbewerb.

Am Schluss seiner Juryarbeit gab Lutz Schulze noch ein persönliches Jubiläum bekannt: Seit 20 Jahren ist er Beirat für Juryfragen im Landesverband und ist Juryleiter bei den Filmfestivals, wenn er keinen eigenen Film beim Festival dabei hatte.

Bilder: Frau Cathérine Swirsky, Herr Joachim Mayer, Herr Rudi Ratzka

Die vollständige Ergebnisliste des 84. Landesfilmfestivals mit den Weitermeldungen der Filme zu den Bundesfilmfestivals ist auf der Homepage unseres Landesverbandes www.bdfa-lvbw.de einsehbar.

Das Festival verlief reibungslos. Es gab keine technischen Probleme bei der Projektion der Filme. Die Mitarbeiter des Landesverbandes und des Ausrichters gaben ihr Bestes. Walter Reichhart dankte am Ende des Festivals allen Mitwirkenden. Ein ganz herzliches Dankeschön ging an den Ausrichter, den Film- und Videoclub Waiblingen und an die helfende Hände aus den umliegenden Filmclubs.

Die Filmfreunde haben sich in Waiblingen sehr wohl gefühlt. Das bestätigen sicher viele Besucher sehr gerne.

Das nächste Landes-Filmfestival ist bereits geplant. Es ist die 35. Videografik am 9. und 10. November 2019 in Winterbach. Schon jetzt herzliche Einladung!

Helmut Kohlhammer