Trauer um Helmut Kohlhammer

Noch geschockt von der Nachricht, dass es dem Clubleiter gesundheitlich nicht gut geht, hat der FCT jetzt erfahren müssen, dass Helmut Kohlhammer den Kampf gegen eine heimtückische Krankheit verloren hat. „Ihm war der FCT ein Herzensanliegen“, war von der Familie zu hören. Ohne ihn hätte sich der Verein nicht so entwickeln können, muss zurückgegeben werden. Vieles wäre auf der Strecke geblieben und vermutlich wird erst mit der Zeit deutlich, worum er sich alles gekümmert hat. Bescheiden, sich selbst zurücknehmend, leistete er von Nürtingen-Reudern aus dreißig Jahre lang geradezu akribisch die Vereinsarbeit, strahlte Zuversicht aus, stellte sich selbstlos in den Dienst der Sache. Also blieb es nicht aus, dass der Landesverband der Film- und Videoautoren Baden-Württemberg „anklopfte“ und in Helmut Kohlhammer nicht nur für einige Jahre einen umsichtigen Regionalleiter fand, sondern bis zuletzt auch ein Beiratsmitglied, das für Presse und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich war. Dazu kam immer wieder der Einsatz als Juror bei Filmfestivals, wobei es ihm ein besonderes Anliegen war, bei den zu beurteilenden Produktionen das Positive in den Vordergrund zu stellen und berechtigte Kritik geschickt zu verpacken.

Clubintern war Helmut Kohlhammer, der nur 73 Jahre alt werden durfte, ein verlässlicher Partner. Das galt für das Ausrichten der vielen Landesfilmfestivals in der Dettinger Schlossberghalle ebenso wie für die vor einem Jahrzehnt ins Leben gerufene Kurzfilm-Matinee in den Kirchheimer Central-Lichtspielen oder das FCT-Programm im Weilheimer „Kinole“. Besonders am Herzen lag ihm auch der Vereinszusammenhalt, der bei den zahlreichen von ihm organisierten Zwei-Tages-Ausflügen gestärkt wurde. Dann durften die Clubmitglieder und deren Angehörige den Vereinsvorsitzenden nicht nur als „Schaffer“, sondern auch als Genießer und humorvollen Begleiter erleben.

Helmut Kohlhammer war ein Familienmensch, engagierte sich unter anderem auch musikalisch in seiner Kirchengemeinde und schöpfte immer wieder Kraft aus der Natur, in der er sich gerne bewegte. Die Kamera steckte dabei nicht nur im Wanderrucksack, sondern kam durchaus gezielt zum Einsatz. Sich selbst und somit auch seine Filme wollte der Clubleiter nicht in den Vordergrund stellen. Also waren seine Autorenabende stets etwas Besonderes, zeigten sie doch, mit welcher Hingabe er sich den jeweiligen Themen gewidmet hatte. Es sind so viele Bereiche, in denen Helmut Kohlhammer dem Film Club Teck fehlen wird.

Barbara Ibsch